Sampling und Trommelei – FZ-1 und RZ-1

Sampling und Trommelei - FZ-1 und RZ-1
Der FZ-1 war weltweit der erste Sampler der mit 16 Bit und bis zu 36 khz arbeitete. Der Vorläufer des FZ dürfte der (nie in Serie produzierte) ZZ-1 gewesen sein. Dieser wurde auf der Frankfurter Musikmesse im März '87 vorgestellt. Mehr dazu bei AMAZONA.de – thanx für das Bild! Alle anderen damaligen Sampler (EMU, Fairlight) tasteten nur mit 12 Bit ab.

Samplingfrequenzen von 9, 18 oder 36 kHz ermöglichten eine Abtastzeit von bis zu 8 (36 khz) / 14,5 (18 khz) / 29,1 (9 khz) Sekunden, die 2 MB-Version (mit der 1 MB Speichererweiterung MB-10) bringt es auf das Doppelte, durch etwas „Löterei" kann man den FZ auch auf satte 4 MB bringen – mehr dazu auf der Seite von Butchy.

Onboard befindet sich gleichzeitig ein vollwertiger CZ-1 der zzgl. additiver Synthese mit bis zu 48 Obertönen aus den ersten 256 Obertönen, Cut Sample (Ausschneiden eines Samplefragments als Wellenform) und Wave Drawing (Zeichnen von Wellenformen auf dem Display mit Hilfe des Schiebereglers) umfangreichste Möglichkeiten der Klangverformung bietet. Dazu stehen neben einer Lautstärkehüllkurve (DCA-EG), einer Filterhüllkurve (DCF-EG) das Filter und ein LFO mit Random, Square, Triangle, Saw Up, Saw Down und Sine zur Verfügung. Noch heute ist der FZ-1 im Equipment diverser Bands und Soundtüfteler vertreten, wenn auch niemand einen FZ-1 auf der Bühne einsetzen würde. Bands wie Depeche Mode, Bomb the Bass und Elektronik-Heroe K.H. Stockhausen sind eifrige User der FZs.